Diesen Ausspruch konnte man früher oft von Durchreisenden hören, als die alte Straße von St. Peter nach Haslach noch durch das Dorf ging. Ursprünglich gab es in Kasten 3 Gasthäuser: Das Gasthaus "Zur Oberen Taverne" und das Gasthaus "Zur Unteren Taverne". Auch beim "Koaz in Engerstorf" soll ein Gasthaus gewesen sein. Das Gasthaus "Zur Unteren Taverne" war bis zum Jahre 1978 in Betrieb und fiel damals dem Sterben der "Bauernwirtshäuser" zum Opfer. Die beiden anderen Gasthäuser wurden bereits im 19. Jhd. geschlossen. 

Derzeit gibt es in der gesamten Ortschaft Kasten kein Gasthaus mehr. Das nächstgelegene Gasthaus ist in der Nachbarortschaft Neudorf. Die Kastner "pendeln" sozusagen zum Stammtisch nach Neudorf aus.

Festveranstaltungen werden aber auch im "Roinstadl", auch "Stadthalle" genannt, abgehalten.

Als Nahversorger unseres Dorfes gab es den "Lein-Lois". Das war ein kleiner Gemischtwarenhändler in den "Leitenhäusln", der auch eine Filiale im Dorfzentrum betrieb. Vom "Pfeffer bis zur Kuhkette" war dort alles zu haben. Ursprünglich betrieb er sogar eine kleine Tankstelle. 1978 schloss er das kleine Geschäft in den Leitenhäusln und verlegte sein Hauptgeschäft nach St. Peter. Die Filiale in Kasten fiel 1984 dem allgemeinen Krämersterben zum Opfer.

Der größte Teil der Ortschaft Kasten wurde im Jahre 1984 an das Telefonnetz angeschlossen.

Im Jahre 1988 wurde Kasten als eines der drei schönsten Dörfer Oberösterreichs durch eine Jury der Landwirtschaftskammer ausgewählt.

Das gesamte Dorf Kasten wurde im Jahre 2000 an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen.

Im Oktober 1995 wird der Sportplatz feierlich eröffnet. Er dient der Dorfjugend zum Spielen, die Feuerwehrjugend trainiert für die Bewerbe, der STK nennt ihn großartig "Baunbergstadion" und veranstaltet dort das alljährliche Fußballturnier.

Im Jahre 2001 wurde der "Verein zur Dorferneuerung in Kasten" gegründet. Ziel ist die Gestaltung, Wiederherstellung und Erhaltung dem dörflichen Charakter entsprechender Häuser, Wege, Hofräume und Plätze. Im Zuge dieser Aktion wird der Dorfplatz neu gestaltet, die Häuser werden Großteils renoviert, das Dorf erhält eine Ortsbeleuchtung.

Urkundlich erwähnt wurde Kasten erstmals im Jahre 1378. Der Ort gehörte damals zur Herrschaft Pürnstein, teilweise auch den Herren von Lichtenau bei Haslach.

Den Namen soll unser Schulort von zwei ehemals hier befindlichen Getreidespeichern, genannt Kasten, erhalten haben. Einer soll beim Pichler vulgo Höller gestanden haben, der andere beim jetzigen Spreitzer. Die Kästen sind weg. Der Name blieb.

  • Im Jahre 1802 wurde in der Ortschaft Kasten eine Nebenschule errichtet Unterricht fand im Hause Nr. 5 statt.
  • 1812 wurde ein Schulhaus erbaut -später "Schusterhäusl", heute Glockenhäusl genannt.
  • 1877 begann man mit dem Bau eines neuen Schulhauses, 1878 wurde es feierlich eröffnet.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Kasten wurde im Jahre 1928 gebildet. Das Zeughaus wurde 1932 errichtet und 1933 eröffnet.
  • Den ersten Traktor, einen "Kramer" mit 20 PS, besaßen die Geschwister Pichler in Kasten 21, vulgo Roin am Dambach, im Jahre 1938.

Die gesamte Ortschaft Kasten wurde 1950 elektrifiziert. Einige Bewohner und die Schule erhielten schon während des Zweiten Weltkrieges bzw. in den ersten Nachkriegsjahren das elektrische Licht (ein Notlicht) von der Kastenmühle.

Nach Abzug der Besatzungstruppen (Russen) im Jahre 1955 wurde am Dorfplatz in Kasten zur Erinnerung an die wiedererlangte Freiheit Österreichs eine "Lichtfeier" vor dem Haus "Poidlhans" "Befreiungslinde " gepflanzt.

  • 1964 wurde der erste Fernseher im Dorf von der Familie Pichler, vulgo Höller, gekauft.
  • Das erste öffentliche Telefon wurde im Jahre 1964 im Hause Stelzer installiert.
  • 1968 wurde der Dorfplatz neu gestaltet und asphaltiert.

Die Haslacher Bezirksstraße, die von Haslach nach St. Peter führt, stellt für Kasten die Hauptverkehrsverbindung dar. Die Staubfreimachung in diesem Gebiet erfolgte 1978 und sie war damit eine der letzten Bezirksstraßen in Oberösterreich, die asphaltiert wurde.

Das erste Auto kauften die Brüder Fritz und Franz Pichler in Kasten 1 (Höller) im Jahre 1956.

Die Katastralgemeineide Kasten ist die größte Ortschaft in der Gemeinde St. Peter am Wimberg. Sie hat eine Fläche von 8,1 km2, liegt in einer hügeligen Landschaft und endet mit einem Steilabfall zur Steinernen Mühl. Die Seehöhe reicht von ca. 550 m bis 700 m. 

Kasten Besteht aus den Gebietsteilen: Hochgatter, Kastenleiten, Leitenhäusel, Engerstorf, Dambach und der geschlossenen Ortschaft Kasten. In Kasten gibt es ca. 75 Häuser und um die 280 Einwohner. 

Das unmittelbare Dorfzentrum umfasst 16 Häuser. Um das Dorfzentrum befinden sich einige Einfamilienhäuser, die in den letzen Jahrzehnten errichtet wurden. Alle anderen sind weit verstreute Einschichthöfe und Kleinhäusler.

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